Gold als Geldanlage
Eine Geldanlage muss nicht immer automatisch eine Investition in bestimmte Konten, Wertpapiere oder Währungen darstellen. Eine ganz besondere Form der Geldanlage stellen Investitionen in Gold und andere Edelmetalle dar.
Rein historisch betrachtet gab es früher keine Währung, so wie wir sie heute kennen. Damals wurden Münzen aus verschiedenen Metallen geprägt. Der Wert der Münze hing ausschließlich vom verwendeten Material ab. Selbst heutzutage werden von Zeit zu Zeit bestimmte Sondermünzen aufgelegt, wie zum Beispiel die Goldmark, welche aus reinem Gold besteht.
Gold wird eindeutig als eine langfristige Wertanlage betrachtet.
Es ist besonders beliebt, weil es nicht imaginär ist und einen materiellen Wert hat. Edelmetalle überdauern
sämtliche Währungen und sind deshalb besonders in Krisenzeiten beliebt. Gerade in Zeiten von hoher
Inflation verzeichnen Investitionen in Gold und Silber einen enormen Zuwachs. Vor noch nicht all zu langer
Zeit wurden die Währungen einzelner Länder von den jeweiligen Landesbanken durch Goldreserven abgesichert.
Wer in Gold investieren möchte, kann zum einen Anteile erwerben, die bei den Banken gelagert sind, zum anderen aber auch bestimmte Mengen direkt bei den Banken käuflich erwerben und selbst lagern. Die Ausgabe erfolgt stets nach Gewicht in Form von Barren oder Münzen. Besonders beliebt bei Kleinanlegern ist die so genannte Feingoldunze, deren Gewicht ca. 31,1 Gramm beträgt. Sie ist an fast jedem Bankschalter zu haben.
Der aktuelle Marktwert der Edelmetalle wird zweimal täglich in London bestimmt. Nach dieser Vorgabe richten sich sämtliche Märkte. Allerdings sollte eine höhere Investition gut überdacht werden, denn Gold ist definitiv kein sicheres Investment. Wer zum Beispiel in den frühen Achtziger Jahren zu Höchstkursen gekauft hat, ist heute immer noch ordentlich im Minus.