Immobilienfonds

Geschlossene Immobilienfonds stellen eine direkte Investition dar. Die Höhe eines Anteils ist für gewöhnlich sehr hoch. Ein Investment in solch einen Fond ist in der Regel erst ab einer Höhe von mindestens zehntausend Euro möglich.

Das eingesetzte Kapital ist von Anfang an für ein ganz bestimmtes Vorhaben vorgesehen, d.h., sobald alle Anteile verkauft sind, gibt es keine Nachkaufmöglichkeit und der Fond gilt als geschlossen. Erworbene Anteile können keinesfalls so einfach wie zum Beispiel bei einem offenen Immobilienfond wieder veräußert werden. Die Laufzeiten der Fonds liegen durchschnittlich bei ungefähr fünfzehn Jahren. Wer seinen Anteil doch vorzeitig verkaufen möchte, hat es meist schwer einen Käufer zu finden, weil diese Fonds nicht über Börsenplätze gehandelt werden.

Neben höheren Ertragschancen wird hauptsächlich aufgrund steuerlicher Vorteile in geschlossene Immobilienfonds investiert. In fast allen Fällen wird zumindest im ersten Jahr ein Verlust ausgewiesen. Besonders Anleger mit hohen Einkünften aus anderen Einkunftsarten, wie zum Beispiel nicht selbständiger Arbeit, profitieren davon, weil dadurch die Steuerlast gesenkt wird.

Eine Investition in einen geschlossenen Immobilienfond sollte genauestens geprüft werden. Sehr häufig werden Anteile dadurch erworben, dass man Teilhaber an einer Gesellschaft wie zum Beispiel einer GmbH oder GbR wird. Unter Umständen kann es auch vorkommen, dass die Anteilseigner Geld "nachschießen" müssen, sollte sich der Fonds nicht wie erwartet entwickeln. Auch wenn dieser Artikel ein wenig schreckhaft klingen mag, kann solch eine Investition durchaus ein solides und vernünftiges Investment sein. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten nur Anteile bei renommierten und erfahrenen Investmentgesellschaften erworben werden, dadurch kann das Risiko schon einmal erheblich gesenkt werden.

 

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